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Neurologische Regulierung humaner Lebensprozesse – vom Neuron zum Verhalten. Interdisziplinärer Lernstoff zum Thema Aufbau, Funktion und Klinik des Nervensystems für Studierende der Medizin, Gesundheits- und Biowissenschaften in Ungarn

Hajnalka Ábrahám, Péter Ács, Mónika Albu, István Balás, András Benkő, Béla Birkás, László Bors, Bálint Botz, Árpád Csathó, Péter Cséplő, Valér Csernus, Krisztina Dorn, Erzsébet Ezer, József Farkas, Sándor Fekete, Ádám Feldmann, Zsuzsanna Füzesi, Balázs Gaszner, Csilla Gyimesi, IStván Hartung, Gábor Hegedűs, Zsuzsanna Helyes, Róbert Herold, Tibor Hortobágyi, Judit Horváth, Zsolt Horváth, Mária Hoyer, István Hudák, Enikő Illés, Gábor Jandó, István Bajnóczky, Andrea Jegesy, János Kállai, Kázmér Karádi, Zsuzsanna Kerekes, Ákos Koller, Sámuel Komoly, Bernadett Kovács, Norbert Kovács, Zsolt Kozma, Ferenc Kövér, Antal Kricskovics, Gábor Lenzsér, Tivadar Lucza, Emese Mezőségi, Andrea Mike, Péter Montskó (2016)

Universität Pécs; Dialóg Campus Herausgeber-Nordex Kft.

7.r. Neurale Entwicklungsabnormitäten und Missbildungen. Diagnostik und Therapie. – Hajnalka Ábrahám [Deutsches Lektorat: Barbara Mammel]

7.r. Neurale Entwicklungsabnormitäten und Missbildungen. Diagnostik und Therapie. – Hajnalka Ábrahám [Deutsches Lektorat: Barbara Mammel]

In der Entwicklung des Nervensystems sind Umweltfaktoren und genetische Faktoren, oder ihre Kombinationen verantwortlich für das Vorkommen von Mißbildungen. Die wichtigsten Umweltfaktoren sind Hypoxie, maternale Infektionen, physikalische Faktoren (z.B. Strahlungen), chemische Schädigungen (z.B. Intoxikation, Medikamente, schädliche Metaboliten), mangelhafte Ernährung (z.B. A-Avitaminose, Folsäure-Mangel, oder A-Hypervitaminose). Alle dieser Faktoren können nur in einem bestimmten Zeitpunkt wirken. Allgemeines Prinzip ist, dass je früher die Beschädigung stattfindet, desto schwerwiegender sind die Konsequenzen.

Kurz, vor der Beschreibung der Mißbildungen muss man einige Wörter über der Entwicklung des Nervensystems fallen lassen. Diese Entwicklung ist ein langer Prozeß, welche in der 3. embryonalen Woche anfängt, bei der Geburt noch nicht zu Ende ist, sondern in bestimmten Reifungsprozessen (z.B. Ausbildung der Synapsen oder Myelinisierung) noch postnatal fortsetzt und gar noch bis den 3-4. Jahrzehnten dauern können, die schädlichen Faktoren können auf die Entwicklungsvorgänge negative Wirkungen haben. In diesem Kapitel werden aber trotzdem die angeborenen Mißbildungen besprochen.

Das zentrale Nervensystem besteht aus zwei Teilen, das zentrale und das periphäre Nervensystem. Das zentrale Nervensystem beinhaltet das Gehirn und das Rückenmark, unter dem peripheren Nervensystem verstehen wir die peripheren Nerven und die Ganglionen. Die Beschreibung der Entwicklung des peripheren Nervensystems gehört zu einem anderen Kapitel (siehe Kapitel 1.a), deswegen werden in diesem Kapitel nur die Entwicklungsvorgänge und Mißbildungen des zentralen Nervensystems besprochen.

1. Die Entwicklung des Nervensystems

1.1. Die Ausbildung des Neuralrohr

Das Nervensystem entwickelt sich grundliegend aus der äußeren Keimschicht, aus dem Ektoderm. Das Neuroektoderm, das Teil des Ektoderms, aus welchem sich das Nervensystem bildet, trennt sich von den anderen Teilen des Ektoderms an dem 16. postkonzeptionalen Tag – wenn der Embryo nur 2 mm lang ist– ab. Als ersten Schritt wird die Neuralplatte geformt. Danach, an dem 18. Tag wird die Neuralschanze mit der Einsenkung des mittleren Teiles von der Neuralplatte in der ventralen Richtung und mit der Aushebung der lateralen Regionen in der dorsalen Richtung ausgebildet. Dann, durch die Fusion der zwei Neuralschanzen wird das Neuralrohr geformt (siehe die rasterelektonenmikroskopische Abbildung des Neuralrohrs: (http://php.med.unsw.edu.au/embryology/index.php?title=File:Stage10_sem6.jpg). Die Fusion fängt cranial (rostral) in der cervicalen Region an, dann geht es kontinuierlich weiter, nicht ganz regelmäßig ebenmäßig in der cranialen und auch nicht in der caudalen Richtung. Auch noch in einem 23 Tag alten Embryo ist das craniale und das caudale Ende des Neuralrohrs noch geöffnet. Die rostrale Öffnung ist der Neuroporus anterior, die caudale ist der Neuroporus posterior. Die Schließung des Neuroporus anterior geschieht ungefähr an dem 25. Tag, die caudale (posteriore) Neuroporus wird an dem 27. embryonalen Tag geschlossen. Wegen dem kompletten oder partiellen Fehlen des Verschlußes von dem Neuralrohr entstehen die Mißbildungen, welche unter dem Namen Neuralrohrdefekte zusammengefaßt werden.

1.2. Die Ausbildung der Hirnblasen

Nach der Fusion des rostralen, ein wenig verdickten Teil des Neuralrohrs bildet sich die Basis des späteren Gehirnes, aus dem caudalen Teil wird das Rückenmark geformt. An dem rostralen Teil des Neuralrohrs eines 4 Wochen alten, 3,2 mm langen Embryos werden drei, in der rostro-caudalen Richtung nach-einander folgende, voneinander einfach abgrenzbare Hirnblasen geformt. Diese sind die Blasen des Prosencephalons (Vorderhirn), des Mesencephalons (Mittelhirn) und des Rhombencephalons (Rautenhirn). In einem 5 Wochen alten Embryo besteht das Prosencephalon aus zwei Teilen, nämlich aus dem, in der Mitte entwickelte Diencephalon (Zwischenhirn), und das, davon lateral an beiden Seiten ausgebildete Telencephalon (Endhirn). Aus dem Diencephalon entwickelt sich der Thalamus, Epithalamus, Hypothalamus und Subthalamus, aus dem Telencephalon werden die Hemispheren, inbegriffen die graue und weiße Substanz der Gehirnrinde, das Riechsystem und der Striatum ausgebildet. An der entsprechenden Region des Telencephalons eines 4 Wochen alten Embryos, heben sich die zwei Wände des Prosencephalon ab. Das ist die Augenblase welche für die Zellkolonie der späteren Augen sorgt. Logischerweise, aus der Mesencephalonblase wird das spätere Mesencephalon (Mittelhirn) entwickelt, aus dem Rhombencephalon wird das Metencephalon (Hinterhirn) und das Myelencephalon (Nachhirn) differenziert. Später wird aus dem Metencephalon der Pons (Brücke) und der Cerebellum (Kleinhirn), aus dem Myelencephalon die Medulla oblongata (verlängertes Mark), welche sich in der rohrförmigen Zellkolonie des späteren Rückenmarks (Medulla spinalis) fortsetzt, ausgebildet.

Die Oberfläche der entwickelnden Gehirnblasen, und der caudal formierenden Kolonie des Rückenmarks wird von, aus dem Mesoderm ausgebildete Mesenchym umkleidet. Aus diesem Mantel, der sogenannten primitiven Meninx werden später die Gehirnhäute ausgeformt. Von dem inneren Teil werden die weichen Hirnhäute, die Pia mater (die gefäßführende Hirnhaut), und die Arachnoidea (Spinngewebehaut), aus dem äußeren Teil wird die Dura mater (harte Hirnhaut) ausgebildet. Aus dem darum liegenden Mesenchym wird die knochige Bedeckung das zentralen Nervesystems, der Hirnschädel und, um dem Rückenmark, die Wirbel (bzw. die Wirbelsäule) geformt.

1.3. Die Ausbildung der Gehirnventrikeln

Bei dem Schließen des Neuralrohrs wird eine längliche, in ihrer Länge einheitliche Höhle (Lumen) gebildet, welche sich parallel mit der Bildung der Gehirnblasen noch weiter aufteilt So werden die der späteren Gehirnventrikeln entsprechende, in diesem Alter relativ zu den Wänden der Gehirnblasen beachtlich weite Höhlen geformt. Von der Höhle der Telencephalonblase wird der spätere Seitenventrikel (ventriculus lateralis) geformt, welche mit dem Lumen des Diencephalons (späterer III. Ventrikel) durch eine, in diesem Alter noch sehr weiten, aber in den späteren Entwicklungsphasen stufenweise einschnürende Öffnung, der foramen interventriculare Monroi verbunden. Der III. Ventrikel führt durch den, jetzt noch weit aber während den späteren Phasen einengenden Aqueductus cerebrii (Sylvii) in das, von dem Rhombencephalon umgrentzte Lumen, woraus sich der IV. Ventrikel enwickelt. Die Höhle entsprechend dem IV. Ventrikel läuft fort in das Rohr der Kolonie von dem Rückenmark, in den späteren Canalis centralis weiter. Nach der Schließung des Neuronalrohres, an seinem Deckel (an seiner dorsalen Wand) fängt die Ausbildung des, für die Produktion des Liquor cerebrospinalis (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) verantwortlichen Plexus choroideus in den III., IV. Ventrikeln und in den Seitenventrikeln an. Der Plexus wird zuerst in dem III. Ventrikel, dann, an den 6-7. Wochen in den Seitenventrikeln geformt. Auch in der 7. Woche sind die Zotten des Plexus choroideus bildenden speziellen Zellen sichtbar. Ab der 7.-9. Woche wird der Plexus choroideus in vier Phasen entwickelt. Die letzte, 4. Phase fängt relativ spät, ab der 29. Woche an.

Der, von dem Plexus choroideus produzierte Liquor cerebrospinalis ist nicht statisch anwesend in den Ventrikeln, sondern er zirkuliert entlang einem bestimmten Weg. So geht die Flüssigkeit von dem supratentorialen Ventrikelsystem, d.h. von dem Seiten- und III. Ventrikeln durch den Aqueductus cerebrii in den IV. Ventrikel, welches ein eigenes Plexus besitzt. Von dem IV. Ventrikel läuft der Liquor durch die Magendie- und Luschka-Öffnungen in die Zisterne cerebello-medullaris, wovon ein Teil in den spinalen Liquorraum dorsal bis an den Boden des Duralsack fließt, dann geht der Liquor ventral zu dem Rückenmark durch die basalen Zisternen in den subarachnoidealen Raum, welcher um der Sylvius-Grube liegt, und den Convexitäten. Danach wird der Liquor durch die, parasagittal lokalisierende Pacchioni-Granulationen absorbiert, und er geht in den Keislauf.

Der Liquor cerebrospinalis besitzt einerseits eine mechanische Schutzfunktion, welche den Wiederstand für den im Liquor schwebenden Gehirn gegen mechanische Schädigung sichert. In zweiter Linie ermöglicht der Liquor eine Kompensation im Fall der intracranialen Druckerhöhung wegen einer intracarnialen Volumenvergrößerung (von einem raumfordernden Prozeß). Der Überschuß wird nämlich in den spinalen Liquorraum hinausgedrängt. In dritter Linie nimmt der Liquor cerebrospinalis in den Stoffwechseltransport-Vorgängen des zentralen Nervensystems teil. Der Kreislauf und die Absorption des Liquor cerebrospinalis werden unter dem Titel Hydrocephalus, ein Krankheitsbild verursacht von ihnen Störung und assoziiert mit unterschiedlichen Mißbildungen, besprochen.

1.4. Die Entwicklung der Nervenzellen

Die Neurone und neuronale Gruppen, welche die funktionellen Einheiten des zentralen Nervensystems aufbauen, werden durch die folgenden Entwicklungsphasen zum maturierten und funktionsfähigen Ganzem. Der erste Schritt ist die Zellteilung (oder Zellproliferation), welche von der Differenzierung, der Zellmigration, dem Wachstum der Neurite, die Auffindung der Zielzelle, die Ausbildung der Synapsen und die Myelinisierung gefolgt werden.

Die Teilung der Nervenzellvorläufer geschieht in dem Mehrreihigen Zylinderepithel, sogenannte Zone ventricularis, welche die Gehirnventrikel bekleidet. Die mitotischen Zellteilungen sind asymmetrisch, weil eine von beiden Tochterzellen von der Zone ventricularis austretet, und in die Richtung der Gehirnoberfläche wandert, die andere Tochterzelle bleibt in der Zone und tritt wieder in die G1 Phase des Zellzyklus ein. In der Zona ventricularis werden überwiegend neuronale Präkursore, in der benachbarten Zone, der sogenannten Zona subventricularis werden hauptsächlich Gliazellen (Astrozyten und Oligodendrogliazellen) geformt. Die meisten Neurone werden zwischen der 4. und 20. Wochen produziert. Die Vorläufer der Microgliazellen, welche ursprünglich mesodermal sind, und zu dem mononucleären Phagozytensystem gehören, wandern ins zentrale Nervensystem vor der Ausbildung der Blut-Hirn-Schranke.

Während der Zellmigration erreichen die Neurone auf präzis regulierter Weise, durch unterschiedlichen Wanderungswegen ihre im Gehirn order Rückenmark lokalisierten Plätze typisch für Erwachsene. Der merkwürdigste Weg der Wanderung von den kortikalen Neuronen ist die radiäre Migration, welche für die Pyramidenzellen und für ungefähr Zweidrittel der inhibitorischen Zellen charakteristisch ist (ANIM0001.swf). Diese läuft senkrecht der Gehirnoberfläche, in einer radiären Richtung, entlang den zwischen der Zona ventricularis und der Gehirnoberfläche gespannten Fortsätzen der Gliazellen. Während der neuronalen Migration werden die wandernden Neurone durch spezifische Proteine und Polypeptiden des extrazellulären Matrix, Chemokine und Wachstumfaktore, die sich zu den an den Oberflächen der migrierenden Neurone expressierten Rezeptoren binden und intrazelluläre Signalübertragungsprozesse induzieren. Während der Prozesse wird das Cytoskelett, Bzw. das System von Mikrotubuli umgeordnet, deshalb bewegen sich die Zellen. Viele Proteine und Polypeptide sind bekannt, welche eine Hauptrolle in der Wanderung der Neuronen spielen. Ihre Genmutationen können die Migrationsstörungen der Neuronen verursachen, die sich bei den kortikalen Neuronen in vielen Abnormalitäten manifestieren können. Aus den radialen Gliazellen werden später die Astrozyten ausgebildet. Neben der radialen Zellmigration ist die tangentiale Wanderung die andere wichtige, für die Wanderung von vielen, hauptsächlich inhibitorischen Neuronen Migrationsprozess. Diese geht parallel mit der Gehirnoberfläche auch in den tieferen und oberflächlichen Schichten des Gehirnmantels.

Abbildung 7.92. Animation 1.: Idegsejtek vándorlása

Animation 1.: Idegsejtek vándorlása

Nach der Besetzung der ultimativen Plätzen in den gegebenen Gehirnregionen lassen die Neurone Fortsätze: Axone und Dendrite wachsen und dadurch bilden sich synaptische Kontakte . Zuerst müssen aber die Axone der Nervenzellen die spezifische Zielzone, wo die Zielneurone sich lokalisieren, erreichen. Den Weg der Axone richten zahlreiche attraktive (das Wachstum der Axone ermöglichende) und repellente (das Wachstum der Axone hemmende) Protein- und Polypeptidefaktoren, welche durch die Umordnung der, in dem Axonwachstumskegel befindlichen Mikrofilamenten und Mikrotubuli wirken.

Nach der Ausbildung der Synapsen geschieht die Myelinisierung der Axone. Die Myelinscheide wird im zentralen Nervensystem durch die Oligodenrogliazellen, im peripheren Nervensystem, einschließlich auch die Axone des Rückenmarkes, wird von den Schwannzellen geformt. Der Prozess fängt im Rückenmark (10-14. fötale Wochen) an, im Gehirnmantel, besonders in den assoziierten Mantelregionen, dauert gar die Myelinisierung bis an den 3-4. Jahrzehnten.

2. Mißbildungen des zentralen Nervensystems

2.1. Neuralrohrschließungsabnormalitäten

2.1.1. Anencephalie

Wenn die Schließung des Neuralrohres an seinem rostralen Ende nicht geschieht, entwickeln sich das Vorderhirn (Prosencephalon) und die Schädelwölbung nicht. Deswegen ist der Hirnstamm und manchmal der Diencephalon nicht bedeckt. Die Anencephalie ist eine seltene Krankheit, ihre Prävalenz ist 0,79/1000 Schwangerschaft, 0,24/ 1000 Geburt. Bei einer routine Untersuchung mit Ultraschall ist sie sichtbar.

Die Symptome können intrauterines Absterben, Totgeburt, oder Tod nach der Geburt, Blindheit, Taubheit, Ohnmächtigkeit, Schmerzsinnlosigkeit sein. Der Fehler vom großen Teil des Gehirns, Malformationen von dem Hirnstamm, Fehler von dem Schädel und Skalp über dem Gehirn treffen sich.

Es kommt oft mit Spina bifida (Rachischisis, Abb. 1), wobei der caudale Teil des Neuralrohres nicht geschlossen wird. Das Hirngewebe in diesem Fall liegt als eine öffentliche Nervenplatte.

Es gibt keine kurative, nur symptomatische Therapie.

2.1.2. Spina bifida (Rachischisis)

Spina bifida ist die am häufigsten vorkommende Missbildung des Nervensystems, wobei die wichtigsten Symptome die Paralyse oder Schwäche der unteren Extremitäten, Schmerz beim Kreuz, und Funktionsstörung der Blase sind.

Das Krankheitsbild erscheint, wenn die Wirbelbögen nicht entwickelt werden und die Schließung des Wirbelkanals unvollständig ist. Die Störung der Schließung kann entlang des ganzen Wirbelkanals (Rachischisis totalis), aber es kann auch partiell (Rachischisis partialis) sein. Der Schließungsdefekt ist am häufigsten in der lumbosacralen Region, mit den oben detallierten Symptomen. Bei dem Schließungsdefekt des knochigen Wirbelkanals kann sich das Nervengewebe auswölben, dann sprechen wir über Meningokele (Abb. 2) oder Meningomyelokele (Abb. 3).

Abbildung 7.93. Abbildung 1.: Schematische Zeichnung der Spina bifida (Rachischisis) im Querschnitt

Abbildung 1.: Schematische Zeichnung der Spina bifida (Rachischisis) im Querschnitt

2.1.3. Meningomyelokele

Meningomyelokele ist der kombinierte Schließungsdefekt des Neuronalrohres und der umliegenden, die Hirnhäute und die knochige Bedeckung sichernden mesenchymalen Elementen.

Die klinischen Formen sind die foldenden:

  1. Der Cranium bifidum occultum entsteht durch den Schließungsdefekt des Schädels über das Gehirn, order wenn der Schließungsdefekt über das Rückenmark ist, sprechen wir über Spina bifida occulta.

  2. Die schwerwiegendste Form der Spina bifida ist die Myelokele. Wenn der caudale Teil des Neuronalrohres nicht geschlossen wird, enteht die Mißbildung. Es ist oft mit Anencephalie, oder mit Encephalokele kombiniert.

  3. Bei der Meningokele kann man durch einen Knochendefekt wegen der Schließungsabnormität die Ausstülpung des Dura mater beobachten, die meistens von der Haut bedeckt ist. Wenn sich innerhalb der harten Hirnhaut das Nervengewebe oder Ventrikelraum auch befindet, sprechen wir über Meningoencephalokele (Abb. 4) im Hirn, oder über Meningomyelokele beim Rückenmark. Am häufigsten sind die an der Stirn, beim Genick, in der thoracolumbalen Region, oder über dem Kreuz.

  4. Wenn im Hirnhautsack ausstülpenden Hirngewebe auch ein Liquor enthaltendes Ventrikel ist, sprechen wir über Encepahlomeningocystokele oder Meningomyelocystokele.

  5. Die schwerwiegenderen Forme von der Spina bifida sind in der Regel mit Hydrocephalus und Arnold-Chiari Malformation assoziiert.

Diagnose: Die Erkenntnis der Neuralrohrschließungsabnormalitäten ist pränatal möglich mit der Messung von Alfa-Föto-Protein im mütterlichen Blut oder in der Amnion-Flüssigkeit. Wenn der Alfa-Föto-Protein-Spiegel höher ist als der normale Wert, wird der Verdacht der Neuralrohrschließungs-Abnormalität gegeben, welche bei einem sehr großen Defekt pränatal auch mit Ultraschall bewiesen werden kann.

Therapie: Wenn eine Operation in Frage kommt, muss man die folgenden Fragen mit ja beantworten: 1. Gibt es noch andere schwierige Abnormalitäten, welche die Prognose negativ beeinflussen? 2. Wie groß ist die Schädigung des Nervensystems? 3. Wie viele Neuronalelemente sind in der sackartigen Ausstülpung befindlich, und sind sie zurücksetzbar oder entfernbar?

Wenn die Operation möglich ist, soll man sie 48-72 Stunden nach der Geburt durchführen. Dabei soll man auch den in der Regel assoziierten Hydrocephalus auch operieren. Weil die Haut über den Abnormalitäten dünn ist, kann es die Barriere-Funktion nicht hundertprozentig versorgen, so besteht die Gefahr einer Infektion oder der Geschwürbildung.

Abbildung 7.94. Abbildung 2.: Schematische Zeichnung einer Meningokele in den Läng- und Querschnitt

Abbildung 2.: Schematische Zeichnung einer Meningokele in den Läng- und Querschnitt

Abbildung 7.95. Abbildung 3.: Schematische Zeichnung einer Meningomyelokele in den Läng- und Querschnitt

Abbildung 3.: Schematische Zeichnung einer Meningomyelokele in den Läng- und Querschnitt

Abbildung 7.96. Abbildung 4.: Schematische Zeichnungen von unterschiedlichen Gehirnherniationen. A Occipital befindliche Herniation . B. Meningokele. C. Meningoencephalokele. D. Meningohydroencephalokele

Abbildung 4.: Schematische Zeichnungen von unterschiedlichen Gehirnherniationen. A Occipital befindliche Herniation . B. Meningokele. C. Meningoencephalokele. D. Meningohydroencephalokele

2.1.4. Spina bifida occulta

Die harte Hirnhaut und die Haut sind intakt, aber eine oder mehrere Wirbelbögen werden nicht ausgebildet. Oft gibt es keine Symptome, nur eine kleine Einstülpung und ein Haarbüschel auf der Haut (Abb. 5).

Abbildung 7.97. Abbildung 5.: Schematische Zeichnung einer Spina bifida occulta in den Läng- und Querschnitt

Abbildung 5.: Schematische Zeichnung einer Spina bifida occulta in den Läng- und Querschnitt

2.2. Andere Mißbildungen des Rückenmarks

2.2.1. Syringomyelia

Die cervikale Region des Rückenmarks ist geschwollen und füllt den Canalis spinalis. Innerhalb, eine zistenähnliche Höhle, sogenannte Syrinx, wird geformt. Die Höhle ist in der Regel mit dem Canalis centralis verbunden und enthält eine liquorähnliche, gelbliche Flüssigkeit. In einigen Fällen kann sie die thorakale und selten auch die lumbosacrale Region erreichen.

Symptome: Klinisch kann man Syringomyelia in den 2-3. Jahrzehnten beobachten, die Geschwindigkeit der Ausbildung ist variabel. Die typischsten Symptome, welche wegen der Spannung der Höhle vorkommen, sind die folgenden: Störungen von Wärmeempfindung,von Schmerzgefühl und oberflächlichen Sinnesempfindung bei den unteren cervikalen Segmenten, Atrophie von den kleinen Handmuskeln, Schwachheit, Steifheit in den Muskeln des Rückens, den Schultern und Extremitäten. Die Wärmeempfindungstörung ist bei den extremen Temperaturen charakteristisch. Die Krankheit kann mit der Chiari -Malformation Typ I., und mit der Kyphoscoliose assoziiert sein. Häufig kommt sie zusammen mit Syringobulbie vor, wenn die zystenähnliche, mit der Liquor gefüllten Höhle, der Syrinx nicht in der Ebene des Rückenmarks, sondern bei den Hirnstamm oder am häufigsten bei die Medulla oblongata sichtbar ist.

Diagnose: mit MRI oder CT kann man die Läsion nachweisen. Früher benutzte man das Myelogramm, welche die Dilatation darstellte. Mit EMG kann man die Muskelschwäche messen.

2.2.2. Diastematomelia

In dieser seltenen Mißbildung, das Rückenmark wird wegen einer, im Wirbelkanal sich krempelnde knochige Bindegewebekarina praktisch gespaltet.

2.3. Agenesie

2.3.1. Microcephalie

Diese Mißbildung wird durch den kleineren Gehirn und Hirnschädel manifestiert. (Erscheining der Microcephalie, siehe : (http://www.childrenwithmicro.org/pictures1.html).

Die Ursachen können Cytomegalievirus oder andere virale Infektion, oder fötale Alkoholsyndrome sein, aber in 15% der Fälle ist die Mißbildung hereditär. Dann geschieht die Funktionsverlußt-Mutation der beiden Allelen vom Gen „Microcephalin“.

Neben dem Hirnschädel ist auch der Gesichtsschädel klein, die Augenbrauen stehen hervor, das Kinn ist unentwickelt. In meisten Fällen kommt die Mißbildung assoziiert mit schwerer mentaler Retardation vor. Häufig ist die spastische Lähmung, Athetosis, Epilepsie, Schielen, Nystagmus, Atrophie des Sehnerves, pathologisches EEG. Nicht selten ist der Hydrocephalus, oder es treten damit andere cerebrale Mißbildungen auf. Es gibt keine Therapie, nur symptomatisch.

2.3.2. Holoprosencephalie

Im Hintergrung dieser Mißbildunbg ist der Störung der Entwicklung von dem Porsencephalon, wobei sich die zwei Hemisphärien aus dem Prosencephalon nicht herausbilden. Es ist häufig bei dem fötalen Alkoholsyndrom. In 50% der Fälle, kann man Chromosomabnormalitäten (Trisomie 18, Triploidie), auch nachweisen. Das Krankkeitsbild wird mit schwerwiegenden Mißbildungen des Gesichts, wie z.B. Cyclopie (Einäugigkeit), Ethmocephalie (rüsselähnliche Mißbildung mit fast fusioniereden Augen (Synophthalmie)) assoziiert. Der faciale Dysmorphismus kann die Mißbildung der Nase, des Kinnes, und der Augen verstärken. Auch Hypoplasie des Hirnmantels, und Kortikale Migrationströrungen (z. B. Polymicrogyrie) kann man beobachten. Die Diagnose wird nach den makroskopischen Veränderungen des Gesichts und mit Bildgebungsverfahren möglich.

Es gibt keine Therapie, nur symptomatisch.

2.3.3. Arhinencephalie

Arhinencephalie kann isoliert sein, das heißt dass nur der Nervus und Tractus olfactorius fählt. Daneben können auch beide Gehirn-Hemisphären verkümmert sein, welche, wegen dem Corpus callosum verschmelzt scheinen.

Es gibt keine Therapie, nur symptomatisch.

2.3.4. Atelencephalie

Die Atelencephalie ist eine sehr selten vorkommende Mißbildung, wobei sich das Schädeldach entwickelt, und die Calvaria intakt ist, aber der Hirnmantel, die basalen Ganglien, und die Ventrikeln praktisch fehlen. Histologisch sind schwierige Desorganisation und Polymicrogyrie sichtbar. Wenn die Mißbildung des Telecephalons, zusammen mit der Anomalie des Nervus opticus, des Diencephalons, des Hypotalamus, der Hypophyse vorkommen, sprechen wir über Aprosencephalie. Die können mit bei der Holoprosencephalie dargelegten facialem Dysmorphismus assoziiert sein.

Es gibt keine Therapie, nur symptomatisch.

2.3.5. Porencephalie

Die Porencephalie ist ein umschriebenes, mit Höhlenbildung assoziiertes Fehlen des Gehirns, welches zusammen mit einer trichterähnlichen, von der weichen Hirnhaut bedeckten Zusammenziehung vorkommt. Die ist praktisch eine lokale Agenesie.

2.3.6. Agenesie des Corpus callosum

Gegenüber den oben erwähnten Agenesien, wobei in erster Linie die Störungen der Zellproliferation sichtbar sind, im Hintergrund der fehlenden Ausbildung vom Corpus callosum steht die mangelnde Entwicklung der commissuralen Axonen (Die Abbildung der Agenesie des Corpus callosum siehe: (http://www.uiowa.edu/~c064s01/nr316.htm).

Die Agenesie des Corpus callosum und des Septum pellucidum assoziiert mit der Ausbildung einen einzigen Gehirnventrikels. Oft kommt es mit anderen Gehirnmißbildungen vor, aber es kann auch isoliert sein, ohne Symptome verursachenden Veränderungen.

Diagnose ist mit Bildgebungsverfahren, mit CT, MR oder manchmal vor der Geburt mit Ultraschall möglich. Es gibt keine Therapie.

2.4. Mißbildungen, welche von den Migrationsstörungen der Neuronen verursacht werden

Die charakteristischen Veränderungen der Zellmigrationsstörungen kann man allgemein im Hirnmantel beobachten. In den meisten Fällen ist zu den Migrationsstörungen die Störung der Zellproliferation assoziiert, weil oft die zu der Ausbildung des Krankheitsbildes führenden Mutationen die Gene der mikrotubulus-assiziierten Proteine betreffen.

2.4.1. Agyrie, Lissencephalie

Das komplette (Agyrie) oder partielles Fehlen der Gyri des Hirnmantels

Es sind mehrere Formen der Lissencaphalie bekannt, in welchen unterschiedliche Proteine mutieren. Davon sind die Mutationen der mikrotubulus-assoziierten Proteinen, wie z. B. Tubulin alpha-1A (TUBA-1A) ausgezeichnet. Eine andere Form ist das Miller-Dieker Syndrom, welches von der Mutation einer Untereinheit eines Thrombozyt-aktivierenden Enzyms, des Proteins LIS1 verursacht wird. Die Lissencephalie kommt im Fall der Mutation des extrazellulären Matrixproteins, Reelin mit Cerebellum-Hypoplasie vor.

2.4.2. Pachygyrie (Macrogyrie)

Die Windungen sind grob, die Gyri sind dick, und die Anzahl der sekundären Gyri ist reduziert. Eine allgemeine Charakteristik ist der kleine, deformierte Hirnschädel mit dicken Knochen.

Das Gewicht des Gehirns ist klein in allen Fällen, die kortikale Zone ist aber relativ dick, und dazu vergleichend ist die weiße Substanz schmal. Der Claustrum und die Capsula interna fehlen, die Gehirnventrikeln sind dilatiert.

Die Symptome können Epilepsie, Behinderung der spontanen Bewegungen, schwere mentale und motorische Retardierung sein, Ernährungsschwierigkeiten oder Ernährungsunfähigkeit sind charakteristisch.

Therapie ist symptomatisch.

2.4.3. Subcortikale Band-Heterotopie

Die Subcortikale Band-Heterotopie ist eine X-Chromosom gekoppelte rezessive Krankheit, welche sich wegen der Mutation eines mikrotubulus-assoziierten Proteins, sog. Doublecortin, ausgebildet. In Männern kommt die Krankheit als Lissencephalie vor, aber bei den Frauen wird eine mildere neuronale Migrationsstörung, die sog. Subkortikale Band-Heterotopie, oder mit anderem Namen, das Double-Cortex Syndrom ausgebildet.

Diagnose ist mit CT oder MR möglich.

Therapie ist symptomatisch.

2.4.4. Polymicrogyrie

Auch in diesem Fall sind die ätiologischen Faktoren sehr unterschiedlich: intrauterine Ischämie, Infektion (Cytomegalovirus, Toxoplasma, Syphilis), erblich (das X-Chromosom-gekoppelte Aicardi-Syndrom), metabolische Krankheit (Palizeus Merzbecher Krankheit, X-Chromosom-gekoppelte Leukodystrophie, Ahornsirupharnkrankheit, Histidinämie, Leigh-Syndrom, mitochondriale Krankheiten), Peroxisom-Krankheit (neonatale Adrenoleukodystrophie, Zellweger-Syndrom) usw..

Die Gehirnoberfläche ist verwickelt, stark gewunden, die Gehirnwindungen sind häufig fusioniert und sie türmen sich aufeinander (Abb. 6 und 7). Die Abnormalitäten können sich nur bei einem einzigen Gyrus lokalisieren, oder man sieht sie bei einem oder beiden Hämispherien. Wenn sie zwieseitig ist, kann sie symmetrisch oder asymmetrisch sein. Sie kann sich mit tiefen, durch das ganze Hämispherium durchspannenden Spalte assoziieren, dann sprechen wir über Schizencephalie. Sie kann sich mit Corpus callosum Agenesie, oder mit Microcephalie assoziiert sein. Histologisch, der sehr dünne Gehirnmantel ist stark gewunden, es ist oft nicht geschichtet, auch die Anzahl der Schichten kann verändert sein. Dabei kann man glioneuronale leptomeningeale Heterotopie oder nodulare Heterotopie beobachten. Klinisch hat die Polymicrogyrie ein sehr weites Spektrum, häufig sind die mentale Retardierung und frühe Epilepsie die allgemeinen Symptome.

Zur Diagnose könne Bildgebungsverfahren führen, am häufigsten MR.

Therapie ist symptomatisch, wenn die Veränderung gut umschrieben ist, ist das chirurgische Entfernen möglich.

Abbildung 7.98. Abbildung 6.: Makroskopische Abbildung der Polymicrogyrie

Abbildung 6.: Makroskopische Abbildung der Polymicrogyrie

Abbildung 7.99. Abbildung 7.: Mikroskopische Abbildung der Polymicrogyrie

Abbildung 7.: Mikroskopische Abbildung der Polymicrogyrie

2.4.5. Neuronale Heterotopien

Die Hauptveränderung der Heterotopien ist die Anwesenheit von Neuronen in abnormaler Lokalisierung. Die Ursachen können fötale Schädigungen oder Genmutationen sein. Sie kann in mehreren Formen vorkommen, in diesem Kapitel werden nur die wichtigsten erwähnt.

Die häufigste ist die sog. periventriculäre noduläre Heterotopie, welche neben den Gehirnventrikeln lokalisiert ist, und welche bilateral, symmetrisch in beiden Hämispherien sein kann. Die Familiäre X-Chromosom-gekoppelte Form der Heterotopie verursacht in den Frauen Epilepsie, in Männern perinatalen Tod. Nicht nur in vererblichen, sondern auch in sporadischen Formen wurde die Mutation des Gens des zu den Aktinfilamenten gebundenen

Filamin A Proteins nachgewiesen. Die Heterotopie kann auch subkortikale, z.B. subkortikale Band-Heterotopie, oder leptomeningeal sein. Weil die Schädigungen in unterschiedlichen Zeitpunkten der neuronalen Migration wirken können, ist die Lokalisierung und Erscheinung (laminäre oder noduläre) der Heterotopien sehr variabel. Selten assoziiert die Heterotopie mit der Vergrößerung eines Hemispheriums (Hemimegalencephalie). Sie kann sich mit Phacomatosis, Polymicrogyrie, Pachygyrie assoziieren.

2.4.6. Fokale cortikale Dysplasie

Diese Mißbildung gehört auch zu den Migrationsstörungen, wobei die abnormale laminare, fokale, nur in einer bestimmten Region des Gehirnmantels vorkommenden kortikalen Struktur charakteristisch ist. Diese Regionen des Gehirnmantels sind allgemein dicker, und die Formen der Gehirnwindungen sind einfacher als normalerweise. Dysmorphe Neurone, riesige Neurone, sog. Ballonzellen sind charakteristisch (Abbildung 8).

Typisches Symptom ist die frühe, meistens in der Kindheit ausbildende, Therapie-resistente Epilepsie, aber auch im Erwachsenenalter ist die Dysplasie eine häufige Ursache der Epilepsie.

Diagnose: bei der Untersuchung nach dem Protokoll für Epilepsie, meistens mit Bildgebungsverfahren, am häufigsten mit MR taucht die Anwesenheit der Dysplasie auf, und in jedem Fall beweist Histologie den Verdacht.

Therapie: Wenn es möglich ist, ist die Therapie die chirurgische Entfernung der pathologischen Region. Oft ist so die Befreiung vom Anfall möglich.

Abbildung 7.100. Abbildung 8.: Ballonzellen (A) und dysmorph Neurone (B) in der fokalen kortilalen Dysplasie

Abbildung 8.: Ballonzellen (A) und dysmorph Neurone (B) in der fokalen kortilalen Dysplasie

2.4.7. Megalencephalie

In diesem Fall ist das Gehirn größer als normal, was zusammen mit einem größeren Kopf vorkommt. In diesen Kindern verspätet sich die Entwicklung, Dysfunktion des kortikospinalen Systems ist sichtbar, und häufig kommen Konvulsionen und epileptische Anfälle vor.

Diagnose ist nach den makroskopischen Zeichen, und mit Bildgebungsverfahren möglich. Therapie ist symptomatisch.

2.4.8. Hemimegalencephalie

Die Abnormalität ist anwesend in solchen Fällen, wenn nur ein Hemisphärium von der krankhaften Vergrößerung des Gehirns betroffen ist, so wird der Hemispärium dysplastisch. Das Hauptsymptom ist neben der asymmetrischen Kopfform die schwere mentale Retardierung und frühe partielle Epilepsie. Diagnose ist nach den makroskopischen Zeichen, und mit Bildgebungsverfahren möglich. Therapie ist grundlegend symptomatisch, aber manchmal –wegen der schwierigen mentalen Retardierung und Epilepsie, die totale Hemisphärectomie ist in der frühen Kindheit möglich.

2.5. Phacomatosen

Weil das Nervensystem sich von der äußeren Keimplatte, der sog. Ektoderm entwickelt, ebenso wie die Haut, oft kommen die Mißbildungen des Nervensystems mit Hautveränderungen zusammen vor. Zusammenfassend sind diese Abnormalitäten die sog. Neurocutane Veränderungen, die Phacomatosen, d. h., der Zustand mit der gefleckten Veränderung der Körperoberfläche. Diese sind die mit den Haut- und Nervensystemveränderungen kommenden, oft familiären Misbildungen dysgenetische Syndrome. Neben der Haut-, Gehirn- und Netzhautveränderungen assoziieren diese Veränderungen mit den Mißbildungen von anderen Organen und Geweben, manchmal mit ihren wahren Tumoren. Dazu gehören (1.) die Sclerosis tuberosa (Bourneville-Syndrom), (2.) die Encephalo-faciale Angiomatose (Sturge-Weber Syndrom), (3.) die von Hippel-Lindau Krankheit und (4.) die von Recklinghausen Krankheit.

2.5.1. Sclerosis tuberosa (Bourneville-Syndrom)

Heterofamiliäre, multisystematisch, autosomal dominant vererbte Krankheit, wobei das gleichzeitigeVorkommen von Hautlesionen, Gehirnmantel-Malformationen, Gehirn- und visceralen gutartigen Tumoren charakteristisch ist.

Klinische Eigenschaften:

Schwachsinnigkeit, epileptische Anfälle, welche in den 1-2. Jahren vorkommen. Im Hintergrund sind massige, grau-weiß aus Gliazellen bestehende Knoten im Gehirnmantel und in der Wand der Gehirnventrikeln. Die intracraniale Verkalkung ist mit CT (in 95% bei Neugeborenen) und Röntgen sichtbar. Die Gehirnoberfläche ist abnormal, die Gyri sind breit. Im Cortex sind riesige Neurone (sog. dysmorphe Ballonzellen) charakteristisch. Dabei können noch Gehirnglioma, oder Tumore (z.B. Rhabdomyoma, Leiomyoma, Angiomyolipoma) der Organe (Nieren, Herz) vorkommen.

An der Haut kann man multiplexe Talgdrüsenadenomen (Adenoma sebaceum), Angiofibromen beobachten.

Auch in der Netzhaut gibt es oft Gliaanwachs, der mit Ophthalmoskopie gut sichtbar ist.

Im Hintergrund der Krankheit sind Mutationen der Gene von einigen Tumorsupressor Proteinen. Die sind die Hamartin-kodierenden TSC1 und Tuberin-kodierenden TSC2 Gene.

Pathologie: Cytoarchitectonisch ist die Krankheit ähnlich zu der focalen corticalen Dysplasie. Im Cortex sieht man tumorähnliche, dicke Noduli (Tuber). Ihr Durchmesser ist zwischen einigen Millimeter bis mehreren Zentimetern. Wegen der Knoten ist die Grenze zwischen Weiß- und Grausubstanz verschwommen, die Gyri breiten sich aus. In der Wand der Ventrikeln kann man bizarre, mehrmals aus mehrkernigen Astrozyten und Neuronen bestehende subependymale Herde beobachten. Wenn sie in der Region vom Foramen Monroi sind, können sie obstruktiven Hydrocephalus verursachen. Als Resultat der Progression von den subependymalen Knoten können sich subependymale Riesenzellen enthaltende Astrocytomen ausbilden. In der Haut werden faciale Angiofibromen, hypomelanotische Naevi, multiplexe Fibromen, und daneben Poliose und Leukotrichose (weißes Haar) ausgebildet. Die Augen sind in 50% der Fälle betroffen, retinale Riesenzellen, Astrozytomen, hypopigmentierte Iris, weiße Wimpern und Hamartome am Augenlid sind sichtbar. Im Herzen entwickeln sich oft Rhabdomyomen, welche Rhythmusstörung, Hydrops foetalis, später Strömungsobstruktion, und plötzlichen Tod verursachen kann. In den Nieren entwickeln sich Angiomyolipomen, in der Lunge und in der Bauchspeicheldrüse können Zysten vorkommen.

Im Cortex sind Fortsatz-habende, bizarre Zellen, abnormale Astrozyten und Neuronen sichtbar, mit Vakuolen in ihren Peripherien, mit prominentem Nucleolus und manchmal mehreren Zellkernen. In den Noduli (Tuber) ist Verkalkung häufig (Sclerosis).

Therapie: symptomatisch.

2.5.2. Angiomatosis encephalo-facialis (Sturge-Weber Syndrom)

Diese Krankheit ist eine neurocutane Veränderung, mit unbekanntem Hintergrund , aber manchmal familiär, das kommt mit meningealer venöser Angiomatose, mit Naevus in der Region der sensorischen Innervierung von dem V. Gehirnnerv, und mit intracerebraler Verkalkung. Häufig sieht man später okulare Angiomen, in 70% der Fälle kann man die mit der Vergrößerung des Augapfels verbundene Glaucoma beobachten.

Die Oberfläche des Gehirns ist dunkelrot wegen der dort laufenden weiten meningealen Venen, die radiologisch als sklerotische doppelte Streifen sichtbar sind. Mit histologischer Untersuchung sind Kalk- und Eisenablagerung in den Wänden der Venen beobachtbar, in dem Gehirn-Parenchym sind Verkalkung, kortikale Atrophie und Gliose charakteristisch. Selten sind Zeichen der Migrationsstörungen auch sichtbar.

Die Hauptsymptome sind Epilepsie und mentale Retardation, manchmal Hemiparese. Die Erkennung ist mit CT oder MR möglich.

Therapie: symptomatisch.

2.5.3. Von Hippel-Lindau Krankheit

Die Von Hippel-Lindau Krankheit ist eine autosomal dominante Krankheit, wobei Angiomatose der Netzhaut, manchmal ein oder mehr Angiomen im Kleinhirn charakteristisch sind. Eine Eigenschaft ist auch die Ausbildung von multiplexen Angioblastomen, die in der Retina, im Cerebellum, im Rückenmark und in den Regionen des Gehirns beobachtbar sind. Zu diesen Angiobalstomen gesellen sich manchmal viscerale Tumore (Nieren, Pancreas Tumore und Zysten).

Die Ursache der Krankheit ist eine Funktionsverlustmutation des Tumorsuppressorgenes VHL, welche einen Transkriptionsfaktor, den HIF-1 (hypoxia-inducible factor-1) inaktivierendes Protein kodiert. Das HIF-1 hilft unter normalen Umständen bei der Anpassung zu Sauerstoffmangel. In der Abwesenheit des VHL Proteins erhöht sich die Menge von HIF-1 und es bilden sich im ganzen Körper sichtbare Haemangioblastomen. Diese Veränderung verursacht nur Symptome bei Mittelalterigen in Form von Merkmalen der Kleinhirnherde und von Druckanstieg in der Schädelhöhle.

Therapie ist symptomatisch. Die cerebellare Angioma ist vollständig entfernbar, wenn sie neben der Ventrikelwand ist.

2.5.4. Neurofibromatose (von Recklinghausen-Krankheit)

Die Neurofibromatose ist eine relativ häufige, angeborene autosomal dominante Krankheit, wobei milchkaffee-ähnliche pigmentierte Hautflecken (café au lait Flecken), Muttermale, multiplexe Neurinomen, Neurofibromen, und an der Dura Mater multiplexe Meningeomen, und manchmal Tumoren im zentralen Nervensystem (Gliomen bei dem Nervus Opticus oder im Hirnstamm) vorkommen. Dazu sind andere Abnormalitäten des Nervessystems, Gliosis, Schädel oder Wirbel Spalte, Cranioschisis, Rachiscisis, Spina bifida oder Syringomyelia assoziirt.

Weil sich die Erkrankung wegen einer Funktionsverlustmutation von einem ras-GTPase aktivirenden Proteins (GAP) kodierende NF-1 Tumorsuppressorgen ausbildet, bei dem Verlust des zweiten Allels von dem Gen kann die maligne Entartung der Neurinomen in großen Zahl vorkommen.

Die klinischen Symptome werden von den zahlreichen Neurofibromen, die von den peripheren Nerven und Radikalen stammen, verursacht.

Therapie: symptomatisch, die Entfernung von den Tumoren.

2.6. Cerebellare Dysgenese Syndromen

2.6.1. Vollständige oder partielle Agenesie des Cerebellums

Das Fehlen der Entwicklung von dem Kleinhirn kann von der Hypoplasie bis der vollständigen Agenesie unterschiedlich sein. Meistens sind beide Hemispherien betroffen, aber manchmal kommt Agenesie nur bei einem Kleinhirnhemispherium vor. Mit einem solchen Defekt ist ein normales Leben möglich. Die Abnormalität kann symptomfrei sein, aber kann auch neben einer großen occipitalen Encephalokele mit mentaler Retardierung assoziiert sein. Es gibt mehrere Formen, eine von den am wichtigsten ist das Dandy-Walker Sydrom.

2.6.2. Dandy-Walker Syndrom

Ihre Ursache ist unbekannt, manchmal ist sie familiär. Die Charakteristika neben der Agenesie von dem Vermis und der Hypoplasie des Kleinhirns sind die riesigen Zysten des VI. Ventrikels, und die erweiterte Scala posterior. Am häufigsten assoziiert sich das Syndrom mit Hydrocephalus wegen der Obstruktion der Öffnungen Luschka und Magendi. Die Ursache ist wahrscheinlich die Entwicklungsstörung des Rhombencephalons welche vor dem 3. Gestationsmonat passiert.

Symptome: Der am frühesten auftretende Merkmal ist klinisch der Hydrocephalus, aber eine Expansion in der Scala posterior ist auch möglich. Selten ist es nur ein zufälliger Befund. Die Symptome können motorische Rückständigkeit, Spastizität und Atmungsstörung sein. Der Ausgang hängt von der Schwierigkeit der komplexen Entwicklungsstörung ab.

Therapie ist chirurgisch, die Priorität ist die Lösung des Hydrocephalus.

2.6.3. Arnold-Chiari Malformation

Die Arnold-Chiari Malformation ist eine komplexe, sich aus mehreren Komponenten zusammensetztende Mißbildung. Die wichtigsten Merkmale sind Hypoplasie und Dislokation in den Foramen magnum oder in dem cervikalen Bereich des Canalis centralis des Kleinhirns und des Vermis. Das verlängerte Mark, der Pons und der IV. Ventrikel sind gestreckt, und werden in den Wirbelkanal dislokiert. Zu diesen Veränderungen sind Spina bifida, Hydrocephalus, Syringomyelia und Meningokele in einigen Fällen assoziirt.

Therapie ist chirurgisch, die Priorität ist die Lösung des Hydrocephalus.

2.7. Intrauterin erworbene Mißbildungen

Die Ursache von den im Mutterleib erworbenen Krankheiten sind unterschiedlich. Die Mißbildungen können von Infektion oder regelmäßigem Alkoholkonsum der Mutter verursacht werden. Die Infektion kann virale, z.B. Röteln oder Cytomegalia-Virus (CMV), bakterielle (Lues connata) sein oder kann auch von Paraziten (Toxoplasmosis congenita) verursacht werden.

2.7.1. Embryopathie oder Foetopathie alcoholica (Foetales Alkoholsyndrom)

Mit Rücksicht auf die Gehirnentwicklung die häufigsten Veränderungen sind Microcephalie, welche mit der Dysmorphie des Gesichts, d.h. mit einer kurzen Nase, einer schmalen Lippe und mit Micrognatie assoziiert sind. Daneben ist ein charakteristisches Symptom der psychomotorische Verbleib und der niedriger Wuchs.

Therapie: symptomatisch.

2.7.2. Röteln verursachte Embryopathie/Foetopathie

Heute, dank der Schutzimpfung gegen Röteln, kommt die Krankheit in den entwickelten Ländern nicht, nur in unentwickelten Regionen der Welt vor. In diesem Fall, wenn die Mutter mit dem Virus in dem ersten Trimester der Schwangerschaft infiziert wird, ist die Wahrscheinlichkeit 10% daß der Fötus beschädigt wird. Je früher man die Infektion erleidet, desto größer ist die Ernsthaftigkeit der Beschädigung.

Die häufigsten Defekte sind: Taubheit wegen der Entwicklungsstörung des Innenohres (Corti-Organ) und Microcephalie. Dabei kann sie auch mit einer Herzentwicklungsstörung assoziiert sein. Es gibt keine Therapie für die Mißbildungen des zentralen Nervensystems.

2.7.3. Toxoplasmosis congenita

Während der Schwangerschaft verursacht eine frische Infektion von der Toxoplasma gondii Herden im Mutterkuchen, und davon wird der Fötus in der zweiten Halbe der Schwangerschaft infiziert. Der Fötus erleidet eine generalisierte Infektion, zusätzlich tretet eine akute Encephalitis auf . Weil diese Phase am häufigsten noch im Fötus geschieht, der Neugeborene kommt mit schwierigen Symptomen auf die Welt.

Die können der psychomotorische Verbleib, Krampfanfälle und progressiver Hydrocephalus. In 15% der Fälle gibt es Verkalkungen im Gehirn, welche mit Bildgebungsverfahren sichtbar gemacht werden können. 15% ist die Häufigkeit der Ausbildung von Chorioretinitis.

Therapie ist symptomatisch.

2.7.4. Cytomegalia connata

Die Konsequenzen der CMV Infektion sind vielfältig.

Fehlgeburt ist die am folgeschwerste. Die Frühgeburt ist auch häufig. Neben dem zentralen Nervensystem sind andere Organe und Organsysteme betroffen (Pneumonia interstitialis, Chorioretinitis, Hepatitis, Anämie, Knochenveränderungen).

Hauptabnormalität ist die Microcephalie, die mit Hydrocephalus, Krampfanfällen assoziiert ist. Häufig sind die Lähmung, Verkalkung im Gehirn, überwiegend innerhalb der Ventrikeln, die mit Bildgebungsverfahren sichtbar gemacht werden können.

Diagnose: Die Krankheit kann man mit der Untersuchung des Niederschlages in dem Harn, mit dem Nachweis der Viren oder mit Serologie diagnostiziert werden.

2.7.5. Lues connata

Im Fall einer frischen mütterlichen Infektion, die Häufigkeit der Krankheit ist größer.

Ihre Charakteristiken sind allgemeine Veränderungen (Hepato- und Splenomegalie, Hautsymptome, Knochenhautentzündung) und neben dem typischen Gesicht-Dysmorphismus (Sattelnase, Wunden um Mund, Hutchinson-Zähne) Symptome des zentralen Nervensystems. Diese sind Gehörfehler, akute Lues-gekoppelte Leptomeningitis, die ist in den ersten postnatalen Monaten charakteristisch. Später kann sich auch chronische meningovasculäre Lues ausbilden. Noch später entwickeln sich Paralyse und Tabes dorsalis.

Diagnose geschieht mit der Untersuchung vom Blut und Liquor.

2.8. Mißbildungen des vasculären Systems des zentralen Nervensystems

2.8.1. Arterio-venöse Malformationen

Diese Krankheit ist wahrscheinlich der Wichtigste von den Mißbildungen des vasculären Systems, weil diese am häufigsten im Hintergrund einer subarachnoidealen Blutung steht. Die meisten Malformationen sind im Gehirnparenchym eingebettet, wodurch diese gemischte intraparenchymale und subarachnoideale, manchmal auch subdurale Blutung verursachen können.

Morphologisch haben die Blutgefäße abnormale, wirre Struktur, worüber die weichen Gehirnhäute dick sind, und sie enthalten Haemosiderin.

Therapie im Fall einer subarachnoidealen Blutung ist nach seinem Protokoll.

2.9. Hydrocephalus

Unter Hydrocephalus (Wasserköpfigkeit) verstehen wir die Vermehrung der Menge des Liquor cerebrospinalis innerhalb des Schädels. Die normale Menge des Liquors ist ungefähr 120-150 ml, einviertel davon ist im Ventrikelsystem zu finden.

Der Hydrocephalus internus ist die partielle oder ganze Erweiterung des Gehirn-Ventrikelsystems. Die Ursache ist überwiegend eine abnormale Entwicklung. Man unterscheidet zwei Gruppen. Eine ist der sog. nicht-kommunizierender Hydrocephalus, wobei eine Abflußstörung wegen der Obstruktion oder Einschnürung von den Gängen (Monro Öffnung, Aqueductus cerebri, Luschka und Magendie Öffnungen) ausbildet. Die andere Form ist der sog. Kommunizierende Hydrocephalus, wobei die Absorption des Liquor gehemmt ist. Die Ursache ist angeboren, z.B. Arnold-Chiari Malformation, Dandy-Walker Syndrom, Encephalokele, und dier kongenitale Fehler der Pacchioni-Granulationen.

Symptome und Diagnose: Im Säuglingsalter, wann die Schädelnähte noch nicht verknöchert sind, bei einem Hydrocephalus trennen sich die Nähte, deswegen wird die Schädelhöhle ausgeweitet. Die Trennung der Nähte verursacht den typischen sog. „gesprungenen Topf“ Ton-Phenomen bei der Beklopfung. Das Hirnblatt ist straff, und baucht aus. Der Druck auf den Augenhöhledach verursacht das „Sonnenuntergang Symptom“, wobei wegen des ventrikalen Druckes der Augen die Augenäpfel werden von den Oberlidern nicht bedeckt. Die allgemeinen Symptome des Hydrocephalus sind Ernährungsschwierigkeit, Erbrechen, Irritabilität.

Diagnose: Neben dem „gesprungenen Topf“ und „Sonnenuntergang Symptom“ ist der abnormal schnelle Wachstum des Kopfes. Diese Beobachtung dauert aber monatelang, so dauert der Hydrocephalus auch monatelang, das soll man unbedingt verhüten. Eine schnelle Diagnose geschieht mit Ultraschall und CT. Mit einer MR-Untersuchung bezüglich der Liquor-Dynamik kann man den Strom des Liquors sichtbar machen.

Therapie ist chirurgisch. Die Wegleitung des Liquors geschieht mit einem aus dem Seitenventrikel führenden Katheter, womit der Liquor durch die Vena facialis und Vena jugularis interna die Vena cava inferior erreicht , oder öfters wird sie in die Peritoneumhöhle abgeleitet, wo er absorbiert wird.

Wenn der Hydrocephalus von einem im Weg des Liquorkreislaufs stehenden occlusiven Hindernis verursacht wird, kann die Hemmung mit Endoskop gelöst werden. So wird eine artefizielle, den Aqueductus cerebri unfassende Verbindung in die Richtung der basalen Liquor-Zisternen gemacht, wovon dann der aus den Ventrikeln ausfließende Liquor absorbiert wird.

Testfragen

  1. Es wird von dem Diencephalon entwickelt.

    1. Dehirncortex

    2. Cerebellum

    3. Hypothalamus

    4. Hippocampus

  2. Die Rolle von Pacchioni-Granulationen ist

    1. Secretion von Nneurotransmittermoleküle

    2. Produktion vom Liquor

    3. Absorption vom Liquor

    4. Hemmt den Defect von Neurarohr

  3. Es ist charakterictisch für die radiale Migration

    1. Während der Entwicklung des Gehirnmantels ist nicht sichtbar

    2. Eine Migrationsform characteristisch für die Pyramidenzellen

    3. Nur Interneurone migrieren so

    4. Keine Gliazellen sind dafür nötig.

  4. Es kommt zusammen mit dem totalen Anencephalie

    1. Spina bifida

    2. Polymicrogyrie

    3. Partiale Corpus callosum Agenesie

    4. Lissencephalie

  5. Es ist charakterictisch für die Meningoencephalokele

    1. Neuralrohrdefekt

    2. Es gibt kein Gehirngewebe in der Herniation

    3. Ventrikel ist anwesend in der Herniation

    4. A+B

    5. A+B+C

  6. Es kommt zusammen mit Spina bifida

    1. Hydrocephalus

    2. Arnold-Chiari malformation

    3. A+B

    4. Keinen davon

  7. Es ist charakterictisch für die Holoprosencephalie

    1. Es ist häufig in fötalem Alkohol-Syndrom

    2. Ursache kann Aneupolodia sein

    3. Es kann mit abnormaler kortikaler Migration assoziiert sein

    4. A+B

    5. A+B+C

  8. Es ist charakterictisch für die Corpus callosum Agenesia

    1. Es kann totale oder partiale sein

    2. Enwicklungsstörung des Septum pellucidum kann damit assoziiert werden

    3. Die totale Agenesia verursacht immer bestimmte Symptome

    4. A+B

    5. A+B+C

  9. Es ist charakterictisch für die Lissencephalie

    1. Es ist durch Mutation von Tubulin alpha-1A Gen verursacht

    2. Die Mutation des Gens für LIS-1 protein ist immer die Ursache

    3. Cerebellum-Hypoplasie ist immer anwesend

    4. Nur die Größe der Gyri, aber nicht die Nummer ist abnormal

  10. It is charakterictisch für die Miller-Dieker Syndrom

    1. Epilepsy wird nicht verursacht

    2. Eine Forme von Lissencephalie

    3. Neuralrohrdefekt

    4. Mentale retardierung ist selten

  11. Es ist charakterictisch für die subkortikale Band-Heterotopia

    1. Es ist das Double-Cortex-Syndrom

    2. X-gekoppelt dominante Vererbung

    3. Migration von den Neuronen ist normal

    4. Die kannt mit Chirurgie geheilt werden

  12. Es ist charakterictisch für die Polymicrogyrie

    1. Die ist immer mit Lissencepahlie assoziiert

    2. Die ist mit mitokondrialen Krankheiten assoziiert

    3. Die Bindungen der corticalen Neuronen sind normal

    4. Kann symmetrisch und asymmetrisch sein

  13. Es ist nicht charakterictisch für die fokale cortikale Dysplasie

    1. Die wird von Migrationsstörung verursacht

    2. Ballonzelle sind charakteristisch

    3. Keine Epilepsy wird dadurch verursacht

    4. Die laminäre Struktur des Kortex ist abnormal

  14. Es ist charakterictisch für die Neurofibromatose (von Recklinghausen-Krankheit)

    1. café au lait Pigmentierung

    2. verursacht von NF-1 Tumorsuppressorgen Mutation

    3. nie ist mit Spina bifida sichtbar

    4. A+B

    5. A+B+C

  15. Es ist charakteristisch für Hydrocephalus

    1. Er kann von Dandy-Walker-Syndrom verursacht werden

    2. Kann mit keinen physikalischen Untersuchung diagnostiziert

    3. Kein Symptom wird in Säuglingen verursacht

    4. Das Liquor wird in die Vena jugularis externa mit chirurgischen Methoden geführt.